WISSENSWERTES

6. November 2014
Drastische KEV und EIV Kürzung

Der Bundesrat hat die Energieverordung festgelegt, welche per 1. Januar 2015 in Kraft tritt. Die kostendeckende Einspeisevergütung sowie die Einmalvergütung werden in zwei Schritten per 1. April und per 1. Oktober 2015 abgesenkt.

Die Vergütungssätze für Photovoltaik werden drastisch abgesenkt. Die Vergütungssätze für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) sowie die Ansätze der Einmalvergütungen (für Anlagen unter 30 kW) werden in zwei Schritten per 1. April und per 1. Oktober 2015 gesenkt. Damit liegen die Vergütungssätze ab 1. Oktober 2015 für grosse Anlagen (>1000 kW) rund 12%, für mittlere Anlagen (30-1000 kW) rund 18% und für kleine Anlagen (<=30 kW) rund 23% unter den heutigen Vergütungssätzen. Massgebend ist jeweils das Datum der Inbetriebnahme einer Anlage. Die neuen Vergütungssätze sollen mindestens bis 1. April 2016 Bestand haben.

Noch dramatische Fallen die Kürzungen bei den Einmalvergütungen aus. Der Leistungsbetrag von Fr. 850 wird auf den 1. April auf 680 Fr. und auf den 1. Oktober auf Fr. 500 pro kW gesenkt. Damit erfolgt eine Absenkung von 23% für eine 2 kWp Anlage und von 39% für eine 30kWp Anlage.

Integrierte Photovoltaik-Anlagen: Da die Investitionskosten von integrierten Anlagen nach wie vor höher sind als für angebauten Anlagen, wird für integrierte Anlagen wie bisher ein Zuschlag von rund 15% auf die Vergütungssätze gewährt. Als integrierte Photovoltaik-Anlagen gelten Anlagen, welche in Bauten integriert sind und neben der Stromproduktion zusätzlich dem Wetterschutz, dem Wärmeschutz oder der Absturzsicherung dienen (Doppelfunktion). Die Erfüllung von ästhetischen Kriterien, wie Vollflächigkeit oder sauberer Dachabschluss, reicht nicht aus, um eine Anlage als integriert zu betrachten.
1. Januar 2014
Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, woher Energie künftig kommen wird? Welchen Preis wir dafür bezahlen und wie wir sie nutzen werden? Und: Was ist uns Energie eigentlich wert?

Wir brauchen Energie, jeden Tag und überall. Beispielsweise für den Betrieb einer Waschmaschine. Oder zum Kühlen unserer Lebensmittel, rund um die Uhr. Wir nutzen Energie, um von A nach B zu gelangen und beleuchten Millionenstädte, sobald die Dämmerung hereinbricht. Für all das benötigen wir elektrische Energie. Allein im Jahr 2010 ganze 23'828'560'000'000 Kilowattstunden.

Fakten:
Diese Energie schöpfen wir derzeit zu 85 Prozent aus konventionellen Energieträgern wie Gas, Kohle oder Uran. Diese aber sind erschöpflich und stehen nur begrenzt zur Verfügung. Ob die Vorräte 50, 100 oder 150 Jahre reichen – die Reserven nehmen ab. Gleichzeitig nimmt der weltweite Bedarf an Energie aber weiter zu. Die Folge: steigende Rohstoffpreise.
So hat sich der Weltmarktpreis für Steinkohle in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, der Preis für Uran gar versechsfacht. Sollten wir uns also neben der Frage der Verfügbarkeit von Energieträgern nicht auch die nach deren Wirtschaftlichkeit stellen?
Alternativen:
Gibt es. Allein die Sonnenenergie übersteigt den weltweiten Energiebedarf um mehr als das 10'000-Fache. Und Sonnenenergie lässt sich einfach und überall nutzen. Strom aus der Sonne macht uns frei von der unkontrollierten Preisentwicklung der fossilen Energierohstoffe, die nur eine Richtung kennt. Schon heute ist die selbst produzierte und verbrauchte Kilowattstunde PV-Strom günstiger als eine Kilowattstunde konventionellen Stroms. Mehr noch: Die Photovoltaik garantiert Preisstabilität über Jahre hinweg. Und sie erlaubt jedem von uns, einen wichtigen Beitrag zum Schutz der eigenen Lebenswelt zu leisten. Sollten wir uns also statt der Frage nach dem Preis für Solarstrom nicht auch die Frage stellen, welchen Preis wir bezahlen, wenn wir auf Solarstrom verzichten würden?